Digitalisierung von Kompensationspotenzialen

In der Transferphase wird das Konzept der Bodenkohlenstoffbilanz und der Agroforstflächen aus Phase I auf die Campusflächen übertragen. Dabei werden die Flächennutzungen klassifiziert, um CO₂-Bindungspotenziale für Gebäude, Wege, Gärten oder Sportplätze zu erfassen und zu modellieren. Ein Digitaler Zwilling in unterschiedlichen Komplexitätsstufen integriert Bodendaten und Campusplanungsdaten und dient als Schlüsselmodul für eine  dynamische, datenbasierte Simulation.


Der Digitaler Zwilling ermöglicht die Überwachung und Modellierung der CO₂-Senkenkapazität des Campus. Er
analysiert bestehende Szenarien, prognostiziert Entwicklungen und unterstützt Planungs- sowie Bauvorhaben,
indem er THG-Auswirkungen vorab simuliert. So können geeignete Ausgleichsflächen für unvermeidliche Eingriffe idenRfiziert werden. Durch die Web-GIS-Technologie sind die Ergebnisse des DZ nicht nur für Forschung und Lehre, sondern auch dank begleitender Schulungen und Handbücher für die Verwaltung zugänglich, wodurch fundierte Entscheidungen erleichtert und das Umweltbewusstsein gestärkt werden.

Schwerpunkt II: Digitaler Zwilling & CO₂-Bilanzierung

 

In der Transferphase wird das innovative Konzept der Bodenkohlenstoffbilanz auf die gesamten Campusflächen übertragen. Ziel ist es, die Rolle des Bodens als CO₂-Senke präzise zu erfassen und für eine klimaneutrale Campusplanung nutzbar zu machen.

 

Der Digitale Zwilling (DZ) als Schlüsseltechnologie

 

Ein zentrales Modul dieses Schwerpunkts ist die Entwicklung eines Digitalen Zwillings. Dieses dynamische Simulationsmodell verknüpft reale Bodendaten mit Campusplanungsdaten:

 

  • Klassifizierung & Modellierung: Erfassung von CO₂-Bindungspotenzialen für verschiedenste Flächentypen (Gebäude, Wege, Grünanlagen, Sportplätze).
  • Szenarienanalyse & Prognose: Simulation der Treibhausgas-Auswirkungen (THG) von Bauvorhaben noch vor deren Umsetzung.
  • Strategische Planung: Identifikation geeigneter Ausgleichsflächen für unvermeidbare Eingriffe in die Bodenstruktur.

 

Wissenstransfer und Entscheidungsunterstützung

 

Durch den Einsatz von Web-GIS-Technologie werden die komplexen Daten barrierefrei zugänglich gemacht:

 

  • Für die Verwaltung: Handbücher und Schulungen befähigen die Entscheidungsträger zu datenbasierten, ökologisch fundierten Planungen.
  • Für Forschung & Lehre: Bereitstellung einer transparenten Datenbasis für wissenschaftliche Analysen.
  • Bewusstseinsbildung: Visualisierung der Klimaschutzleistung des Campus-Bodens zur Stärkung des Umweltbewusstseins.

Interdisziplinäre Arbeitspakete 4-9

AP 4 & AP 7: Datenerhebung & Anlayse

 

  • Klassifizierung der Campusflächen
  • Bodenproben und Bestimmung des Senkenpotenzials für CO2

AP 5: Digitaler Zwilling

 

  • Aufbau einer IT-Infrastruktur und eines Web-GIS zur Darstellung der Kohlenstoffspeicherung

AP 6: Senkenpotential Moor

 

  • Pflanzung von Bäumen/Hecken zur Steigerung der Biodiversität und Klimaresilienz

  • Aufbau eines "lebendigen Labors"

AP 8 & AP 9: Transfer und Verwaltung

 

  • Integration der Daten in die Campusplanung (z. B. Ausgleichsflächen)

  • Erstellung von Schulungsmaterialien für andere Hochschulen